<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Urbans Blog &#187; marktwirtschaft</title>
	<atom:link href="http://www.urbans-blog.de/tag/marktwirtschaft/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.urbans-blog.de</link>
	<description>Der alltägliche Wahnsinn und mein Senf dazu</description>
	<lastBuildDate>Sun, 03 Apr 2011 13:18:47 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Parklücken und Egoismus</title>
		<link>http://www.urbans-blog.de/2008/10/09/parklucken-und-egoismus/</link>
		<comments>http://www.urbans-blog.de/2008/10/09/parklucken-und-egoismus/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 09 Oct 2008 04:50:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>urban</dc:creator>
				<category><![CDATA[dies und das]]></category>
		<category><![CDATA[auto]]></category>
		<category><![CDATA[business]]></category>
		<category><![CDATA[egoismus]]></category>
		<category><![CDATA[marktwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[parklücke]]></category>
		<category><![CDATA[vertrauen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.urbans-blog.de/?p=37</guid>
		<description><![CDATA[Bei uns vor&#8217;m Haus gibt es einen Parkstreifen, der durch Bäume und Metallbügel so unterteilt ist, dass in den Lücken jeweils 2 Autos bequem Platz haben. Wenn nun so eine Riesenlücke komplett frei ist, dann parken die meisten Leute erstaun- und ärgerlicherweise immer so, dass sie zwischen ihrem Auto und dem Baum mind. einen Meter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei uns vor&#8217;m Haus gibt es einen Parkstreifen, der durch Bäume und Metallbügel so unterteilt ist, dass in den Lücken jeweils 2 Autos bequem Platz haben. Wenn nun so eine Riesenlücke komplett frei ist, dann parken die meisten Leute erstaun- und ärgerlicherweise immer so, dass sie zwischen ihrem Auto und dem Baum mind. einen Meter Platz lassen, also etwa so:</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">[BAUM]&#8230;.[AUTO]&#8230;&#8230;.[BAUM]</span></strong></p>
<p>Das bedeutet dann, dass der zweite Parkplatz nur für meisterliche Rückwärtseinparker nutzbar ist &#8211; und das auch nur, wenn man kein überdurchschnittlich langes Auto fährt.<br />
Ich vermute, dass diese dumme Angewohnheit etwas mit Angst zu tun hat: Angst davor, dass man selbst Opfer eines solchen Kamikaze-Parkers werden könnte, denn: es KÖNNTE ja sein, dass ich abends so parke:</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>[BAUM]..[GUTES AUTO]&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;[BAUM]</strong></span></p>
<p>und am nächsten Morgen finde ich die Situation so vor:</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>[BAUM]..[GUTES AUTO].[BÖSES AUTO]&#8230;&#8230;.[BAUM]</strong></span> <img src='http://www.urbans-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':(' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Das wäre ärgerlich. Denn dann müsste ICH plötzlich minuuuuutenlang rangieren, um endlich aus meiner Parkfalle heraus zu kommen. Also parke ich doch lieber gleich so wie das &#8220;böse&#8221; Auto.</p>
<p>Ziemlich idiotisch irgendwie. Denn im Prinzip könnten beide reichlich Platz haben, indem sie so parken:</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>[BAUM]..[GUTES AUTO1]&#8230;&#8230;[GUTES AUTO2]..[BAUM]</strong></span></p>
<p>So könnte jeder bequem aus der Lücke fahren &#8230; &#8211; aber wie gesagt: die Angst &#8230;<br />
Die Bösen sind ja immer die anderen und obwohl klar ist, dass nicht alle böse sind &#8211; wahrscheinlich sogar die wenigsten &#8211; könnte es aber sein, dass jemand so böse parkt &#8211; und bestimmt passiert es genau an DEM Morgen, wo ich das am wenigsten gebrauchen kann! Also lieber gleich jedes Risiko ausschließen und selbst sicher und böse parken.</p>
<p>Seitdem ich die Business-Welt immer näher kennenlerne, beschleicht mich allmählich das Gefühl, dass diese Angst und das daraus resultierende idiotische und rücksichtslose Verhalten ein fester Bestandteil der Marktwirtschaft ist, und dass wir von den Chefetagen bis zum einfachen Arbeiter uns immer mehr an dieses Gefühl gewöhnen, es als selbstverständlich annehmen.</p>
<p>In der Gemeinschaft mit vertrauten Menschen (Familie, Freunde) da ist das nicht nötig, da kann man sich meist vertrauen und muss nicht immer und überall daran denken, dass man ggf. selbst den Kürzeren ziehen könnte &#8230; &#8211; meistens jedenfalls.<br />
Aber im Alltag mit &#8220;fremden&#8221; Menschen &#8211; und im Arbeitsalltag sowieso &#8211; scheint dieser Parklücken-Egoismus immer mehr um sich zu greifen.<br />
Ganz schön blöd irgendwie &#8230; &#8211; denn wir alle wissen ja, dass es sich viel angenehmer lebt, wenn man sich vertrauen kann und Rücksicht aufeinander nimmt. Und noch blöder, wenn die eigentlich völlig unbegründete Angst selbst zum Auslöser des Misstrauens wird.</p>
<p>Ich glaube, es ist Zeit für vertrauensbildende Maßnahmen &#8211; sozusagen mit &#8220;Mut zur Lücke&#8221;.</p>
<p>Schönen Tach auch &#8230;<br />
urban</p>
<p>Nachtrag:<br />
Bei den einen sind&#8217;s Angst und Egoismus &#8211; andere können einfach nicht anders: <img src='http://www.urbans-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/08SYwJ7PPp0&#038;hl=en&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/08SYwJ7PPp0&#038;hl=en&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.urbans-blog.de/2008/10/09/parklucken-und-egoismus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nokia verlässt Bochum &#8211; Krokodilstränen und Doppelmoral</title>
		<link>http://www.urbans-blog.de/2008/01/19/nokia-verlasst-bochum-krokodilstranen-und-doppelmoral/</link>
		<comments>http://www.urbans-blog.de/2008/01/19/nokia-verlasst-bochum-krokodilstranen-und-doppelmoral/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Jan 2008 11:29:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>urban</dc:creator>
				<category><![CDATA[geld regiert die welt]]></category>
		<category><![CDATA[globalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[marktwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[nokia]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[wirtschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.was-mich-betrifft.de/2008/01/19/nokia-verlasst-bochum-krokodilstranen-und-doppelmoral/</guid>
		<description><![CDATA[Was mich in den letzten Tagen am meisten geärgert hat: Nokia wird das Werk in Bochum schließen und rund 2.000 Mitarbeiter entlassen und stattdessen nach Rumänien abwandern. Im Blick auf Zulieferer und sonstigem Umfeld kostet das dann möglicherweise noch mal 1-2.000 weiteren Menschen ihren Arbeitsplatz. Die Reaktionen auf diese Nachricht sind heftig &#8211; zumal Nokia [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was mich in den letzten Tagen am meisten geärgert hat:</p>
<p>Nokia wird das Werk in Bochum schließen und rund 2.000 Mitarbeiter entlassen und stattdessen nach Rumänien abwandern. Im Blick auf Zulieferer und sonstigem Umfeld kostet das dann möglicherweise noch mal 1-2.000 weiteren Menschen ihren Arbeitsplatz. Die Reaktionen auf diese Nachricht sind heftig &#8211; zumal Nokia in den letzten Jahren für die Erhaltung des Standortes Bochum offenbar 80-90 Mio Euro Subventionen kassiert hat.</p>
<p>Nun ist also das Geschrei groß &#8211; selbst führende Landespolitiker rufen indirekt zum Boykott von Nokia-Produkten auf, Betriebsräte geben sich kämpferisch und Herr Rütgers versucht verzweifelt, sich zum Retter der Region aufzuspielen. &#8220;Unmoralisch&#8221; sei das, was Nokia da tut, von der berühmt-berüchtigten &#8220;Heuschrecke&#8221; ist mal wieder die Rede: einsacken und dann die Leute im Regen stehen lassen &#8230;</p>
<p>Ich kann&#8217;s nicht mehr hören. Nicht weil mir die Menschen nicht leid täten, die da demnächst auf der Straße stehen und von denen viele nicht so ohne weiteres einen neuen Arbeitsplatz finden werden. Sondern weil ich es als heuchlerisch empfinde, was da gerade abgeht. Was bitteschön hat denn die Konzernleitung eines börsennotierten Unternehmens mit &#8220;Moral&#8221; am Hut? &#8211; Nix, warum sollte sie auch. Hier geht&#8217;s um die Regeln der vielgelobten Marktwirtschaft &#8211; und nach denen ist die Entscheidung der verantwortlichen Manager absolut logisch und vernünftig. Es wäre &#8211; in der Logik unseres Wirtschaftssystems &#8211; geradezu unverantwortlich, wenn sie sich jetzt weichkochen ließen.</p>
<p>Die Fehler sind doch schon viel früher und ganz wo anders gemacht worden: Wie bitteschön kann man einem Unternehmen 90 Mio in den Hintern blasen, ohne sich dafür entsprechend langfristige Garantien geben zu lassen?! &#8211; Oder noch grundsätzlicher betrachtet: Hätte man diese Subventionen nicht gewährt, dann wäre Nokia vielleicht schon viel früher gegangen &#8211; ja &#8211; aber dann hätte man mit den 90 Mio in der Region doch auch was Neues aufbauen können bzw. hätte man in der Region verwurzelte kleine Firmen unterstützen können &#8211; oder?</p>
<p>Das ganze Gejammer der Politiker an dieser Stelle ist in meinen Augen eine einzige Heuchelei. Die wissen genau, dass sie die Fakten nicht ändern können und dass Nokia so oder so gehen wird. Und die wissen im Grunde ebenso, dass das unternehmerisch gesehen die einzig richtige Entscheidung ist. So funktioniert sie nun mal die hochgelobte Marktwirtschaft in Zeiten der Globalisierung.</p>
<p>Ach ja &#8211; und dann sind da noch die ganz Kämpferischen, die in diesen Tagen in Foren, Radiobeiträgen, Podiumsdiskussionen etc. rumkrakelen und standhaft kundtun, dass sie ab sofort keine Nokia-Produkte mehr kaufen werden. So so &#8230; &#8211; und wo wird am nächsten Tag getankt? Doch vermutlich da, wo&#8217;s am billigsten ist oder etwa nicht? Woher der Sprit kommt, der da aus der Zapfsäule fließt, interessiert dabei keine Sau. Ob der dahinter stehende Mineralölkonzern irgendwo Regenwälder abholzt und die Umwelt verseucht &#8211; ob die Ölbosse zusammen mit ihren Politikerfreunden zigtausendfach über Leichen gehen, um ihre Profite zu sichern &#8211; scheiß drauf &#8211; wen juckt das?<br />
Ob es die extrem günstigen Preise für exotische Südfrüchte im Supermarkt sind &#8211; oder ob es preiswerte Möbel, Teppiche etc. aus dem Einkaufszentrum sind: wer interessiert sich schon dafür, dass kleine Sklavenkinder sich die Finger blutig knüpfen oder dass Bauern ihr Land genommen wird, um dort im großen Stil die von uns begehrten Südfrüchte anzubauen etc. etc.</p>
<p>Aber keine Nokia-Handys mehr kaufen &#8230; hört hört &#8230; &#8211; aber da kräht in ein paar Monaten sowieso kein Hahn mehr nach. Geiz ist ja sooooo geil &#8230;.</p>
<p>Verabschieden wir uns doch endlich von der Illusion, als gäbe es eine &#8220;soziale&#8221; Marktwirtschaft. Die gab es nie und die wird es im Zeitalter der Globalisierung erst recht nicht geben. Unser Wirtschafts- und Finanzsystem ist nicht dafür gemacht und weiterentwickelt worden, damit es möglichst vielen Menschen möglichst gut geht. Das kann man mögen oder nicht (das hängt meist davon ab, auf welcher Seite des Tisches man sitzt &#8230;) &#8211; aber die &#8220;wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass&#8221;-Mentalität die geht mir gehörig auf den Zeiger! Entweder man spielt mit &#8211; mit ALLEN Konsequenzen &#8211; oder aber man fängt an, sich über dieses Scheiß-Spiel und seine Regeln mal ein paar ordentliche Gedanken zu machen. Könnte ja sein, dass sich dabei ein paar ganz neue Perspektiven ergeben &#8230;</p>
<p>Die demnächst arbeitslosen Noch-Nokia-Mitarbeiter haben mein Mitgefühl. Mögen sie über ihre Situation mal gründlich nachdenken &#8211; und dann ihre Wut an die richtige Adresse wenden &#8211; vernünftig und gewaltlos natürlich &#8230; &#8211; nicht dass nachher noch jemand verletzt wird &#8230;.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.urbans-blog.de/2008/01/19/nokia-verlasst-bochum-krokodilstranen-und-doppelmoral/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

