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	<title>Kommentare zu: Nokia verlässt Bochum &#8211; Krokodilstränen und Doppelmoral</title>
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	<description>Der alltägliche Wahnsinn und mein Senf dazu</description>
	<lastBuildDate>Tue, 24 Jan 2012 22:52:50 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Fritz</title>
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		<dc:creator>Fritz</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jul 2008 08:50:06 +0000</pubDate>
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		<description>Anne schrieb am 1.7.2008:

Zitat: &quot;Hoffentlich war das eine der letzten Schließung&quot;

Das war bestimmt nicht eine der letzten Schließungen. Einfach darauf zu hoffen, dass nicht passiert, was einem nicht passt, ist unsinnig und gefährlich.

Zitat: &quot;denn wir sind alle auf die Arbeitsplätze angewiesen&quot;

Gerade nicht. Nur die große Mehrheit, die nicht genügend Geld für eine eigene Firma hat und deswegen arbeiten gehen muss, ist auf den anstrengenden und widerlichen Schleudersitz namens Arbeitsplatz angewiesen. Die wenigen anderen, denen die Firmen direkt oder indirekt gehören, sind dagegen darauf angewiesen, aus dem Geld, das sie in die Firma gesteckt haben, möglichst viel herauszuholen. Und weil das so ist, geht es nicht darum, ob sie Spass am Firmenschließen haben oder nicht, sondern darum, im Rahmen der Konkurrenz erfolgreich zu sein. Das bedeutet, dass sie immer wieder jede Menge Leute rausschmeißen werden. So funktioniert Marktwirtschaft.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Anne schrieb am 1.7.2008:</p>
<p>Zitat: &#8220;Hoffentlich war das eine der letzten Schließung&#8221;</p>
<p>Das war bestimmt nicht eine der letzten Schließungen. Einfach darauf zu hoffen, dass nicht passiert, was einem nicht passt, ist unsinnig und gefährlich.</p>
<p>Zitat: &#8220;denn wir sind alle auf die Arbeitsplätze angewiesen&#8221;</p>
<p>Gerade nicht. Nur die große Mehrheit, die nicht genügend Geld für eine eigene Firma hat und deswegen arbeiten gehen muss, ist auf den anstrengenden und widerlichen Schleudersitz namens Arbeitsplatz angewiesen. Die wenigen anderen, denen die Firmen direkt oder indirekt gehören, sind dagegen darauf angewiesen, aus dem Geld, das sie in die Firma gesteckt haben, möglichst viel herauszuholen. Und weil das so ist, geht es nicht darum, ob sie Spass am Firmenschließen haben oder nicht, sondern darum, im Rahmen der Konkurrenz erfolgreich zu sein. Das bedeutet, dass sie immer wieder jede Menge Leute rausschmeißen werden. So funktioniert Marktwirtschaft.</p>
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		<title>Von: Anne</title>
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		<dc:creator>Anne</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 12:24:21 +0000</pubDate>
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		<description>Hoffentlich war das eine der letzten Schließung, denn wir sind alle auf die Arbeitsplätze angewiesen. Ich glaube nicht, dass die Firmen Spass daran haben, die Werke zu schließen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hoffentlich war das eine der letzten Schließung, denn wir sind alle auf die Arbeitsplätze angewiesen. Ich glaube nicht, dass die Firmen Spass daran haben, die Werke zu schließen.</p>
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		<title>Von: Fritz</title>
		<link>http://www.urbans-blog.de/2008/01/19/nokia-verlasst-bochum-krokodilstranen-und-doppelmoral/comment-page-1/#comment-56</link>
		<dc:creator>Fritz</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Jan 2008 09:05:16 +0000</pubDate>
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		<description>Jetzt das Ganze noch einmal, aber formal richtig. Sorry!

kil schrieb am 23. 1. 2008:

Zitat: &quot;Firmen haben mit Moral nichts am Hut&quot;

Irrtum! Firmen haben sehr viel mit Moral zu tun. Sie tragen doch die &lt;b&gt;Verantwortung&lt;/b&gt; dafür, dass sie wirtschaftlich gesund dastehen und [b]uns[/b] somit ermöglichen, sich uns bei ihnen zu verdingen. Arbeitsplätze werden abgebaut, damit die verbleibenden sicher sind. Wenn die dann abgebaut werden, da capo!

Dass diese Verhältnisse als das Selbstverständlichste der Welt gelten, hat auf Seite derer, die schön arbeiten oder zwischenzeitlich stempeln gehen, ebenfalls jede Menge mit Moral zu tun. Wem das Ganze also doch nicht so ganz nach der Nase ist, sollte sich gut überlegen, ob er ausgerechnet über angeblich &lt;b&gt;mangelnde&lt;/b&gt; Moral Beschwerde führt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt das Ganze noch einmal, aber formal richtig. Sorry!</p>
<p>kil schrieb am 23. 1. 2008:</p>
<p>Zitat: &#8220;Firmen haben mit Moral nichts am Hut&#8221;</p>
<p>Irrtum! Firmen haben sehr viel mit Moral zu tun. Sie tragen doch die <b>Verantwortung</b> dafür, dass sie wirtschaftlich gesund dastehen und [b]uns[/b] somit ermöglichen, sich uns bei ihnen zu verdingen. Arbeitsplätze werden abgebaut, damit die verbleibenden sicher sind. Wenn die dann abgebaut werden, da capo!</p>
<p>Dass diese Verhältnisse als das Selbstverständlichste der Welt gelten, hat auf Seite derer, die schön arbeiten oder zwischenzeitlich stempeln gehen, ebenfalls jede Menge mit Moral zu tun. Wem das Ganze also doch nicht so ganz nach der Nase ist, sollte sich gut überlegen, ob er ausgerechnet über angeblich <b>mangelnde</b> Moral Beschwerde führt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Fritz</title>
		<link>http://www.urbans-blog.de/2008/01/19/nokia-verlasst-bochum-krokodilstranen-und-doppelmoral/comment-page-1/#comment-55</link>
		<dc:creator>Fritz</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Jan 2008 09:01:30 +0000</pubDate>
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		<description>kil schrieb am 23. 1. 2008:

Zitat: &quot;Firmen haben mit Moral nichts am Hut&quot;

Irrtum! Firmen haben sehr viel mit Moral zu tun. Sie tragen doch die [b]Verantwortung[/b] dafür, dass sie wirtschaftlich gesund dastehen und [b]uns[/b] somit ermöglichen, sich uns bei ihnen zu verdingen. Arbeitsplätze werden abgebaut, damit die verbleibenden sicher sind. Wenn die dann abgebaut werden, da capo!

Dass diese Verhältnisse als das Selbstverständlichste der Welt gelten, hat auf Seite derer, die schön arbeiten oder zwischenzeitlich stempeln gehen, ebenfalls jede Menge mit Moral zu tun. Wem das Ganze also doch nicht so ganz nach der Nase ist, sollte sich gut überlegen, ob er ausgerechnet über angeblich [b]mangelnde[/b] Moral Beschwerde führt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>kil schrieb am 23. 1. 2008:</p>
<p>Zitat: &#8220;Firmen haben mit Moral nichts am Hut&#8221;</p>
<p>Irrtum! Firmen haben sehr viel mit Moral zu tun. Sie tragen doch die [b]Verantwortung[/b] dafür, dass sie wirtschaftlich gesund dastehen und [b]uns[/b] somit ermöglichen, sich uns bei ihnen zu verdingen. Arbeitsplätze werden abgebaut, damit die verbleibenden sicher sind. Wenn die dann abgebaut werden, da capo!</p>
<p>Dass diese Verhältnisse als das Selbstverständlichste der Welt gelten, hat auf Seite derer, die schön arbeiten oder zwischenzeitlich stempeln gehen, ebenfalls jede Menge mit Moral zu tun. Wem das Ganze also doch nicht so ganz nach der Nase ist, sollte sich gut überlegen, ob er ausgerechnet über angeblich [b]mangelnde[/b] Moral Beschwerde führt.</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: Kil</title>
		<link>http://www.urbans-blog.de/2008/01/19/nokia-verlasst-bochum-krokodilstranen-und-doppelmoral/comment-page-1/#comment-29</link>
		<dc:creator>Kil</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Jan 2008 20:15:47 +0000</pubDate>
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		<description>Naja so is das doch heutzutage überall. Da machen die Politker was aber wollen den Preis dafür nicht bezahlen. Da wird dann der Kampfeinsatz noch als Betriebsausflug deklariert ;-)
Nur die Überwacher sind Konsequent und fordern nach und nach alles.

Ja Firmen haben mit Moral nichts am Hut. Wer nicht auf die Zahlen schaut der geht unter. Immerhin wird ja das neue Werk von einer deutschen Firma gebaut. Also etwas Geld bleibt auch noch bei uns hängen...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Naja so is das doch heutzutage überall. Da machen die Politker was aber wollen den Preis dafür nicht bezahlen. Da wird dann der Kampfeinsatz noch als Betriebsausflug deklariert <img src='http://www.urbans-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /><br />
Nur die Überwacher sind Konsequent und fordern nach und nach alles.</p>
<p>Ja Firmen haben mit Moral nichts am Hut. Wer nicht auf die Zahlen schaut der geht unter. Immerhin wird ja das neue Werk von einer deutschen Firma gebaut. Also etwas Geld bleibt auch noch bei uns hängen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Fritz</title>
		<link>http://www.urbans-blog.de/2008/01/19/nokia-verlasst-bochum-krokodilstranen-und-doppelmoral/comment-page-1/#comment-19</link>
		<dc:creator>Fritz</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Jan 2008 10:57:36 +0000</pubDate>
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		<description>Urban schrieb am 22. 1. 2008:

Zitat: &quot;Mir geht es darum, darüber nachzudenken, ob der Nokia-Fall nicht ein ganz normales Ereignis in der Logik der MW ist, bei dem es wenig Sinn macht, es als “verwerflich” etc. zu bewerten.&quot;

Als systemwidrig wird die Werksschließung in der gängigen Diskussion nicht bezeichnet. Sie ist es auch nicht. Nokia stellt fest, dass die Maschinen sowieso demnächst erneuert werden müssen und dass in Rumänien die Lohnkosten deutlich unter denen in Deutschland liegen. Also wird umgezogen. Würde die Konzernleitung diese und ähnliche Entscheidungen nicht so sachgemäß treffen, wie sie sie soeben trifft, müsste Nokia nämlich längerfristig alle seine Standorte schließen. Die Firma würde ihre dann zwangsläufig zu teuren Handys nicht mehr loswerden und Pleite gehen.

Dann ginge sofort derselbe Vorwurf los, der auch jetzt erhoben wird: Managementfehler, verfehlte staatliche Subventions- und Strukturpolitik. IG-Metall-Chef Huber wirft dem Management vor, es würde &quot;aberwitzige&quot; Renditen fordern. Renditen sind allerdings weder witzig noch aberwitzig, sondern haben grundsätzlich auf Dauer so hoch wie möglich zu sein. Und wenn bei Beachtung dieses Grundsatzes eine Firma zu dem Schluss kommt, lieber in Deutschland als in Rumänien produzieren zu lassen, dann ist ja auch die Welt wieder völlig in Ordnung. Dann dürfen eben die Rumänen eine ergreifende Demo machen und Sprüche klopfen.

Details hier:

http://de.reuters.com/article/topNews/idDESCH25890420080122</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Urban schrieb am 22. 1. 2008:</p>
<p>Zitat: &#8220;Mir geht es darum, darüber nachzudenken, ob der Nokia-Fall nicht ein ganz normales Ereignis in der Logik der MW ist, bei dem es wenig Sinn macht, es als “verwerflich” etc. zu bewerten.&#8221;</p>
<p>Als systemwidrig wird die Werksschließung in der gängigen Diskussion nicht bezeichnet. Sie ist es auch nicht. Nokia stellt fest, dass die Maschinen sowieso demnächst erneuert werden müssen und dass in Rumänien die Lohnkosten deutlich unter denen in Deutschland liegen. Also wird umgezogen. Würde die Konzernleitung diese und ähnliche Entscheidungen nicht so sachgemäß treffen, wie sie sie soeben trifft, müsste Nokia nämlich längerfristig alle seine Standorte schließen. Die Firma würde ihre dann zwangsläufig zu teuren Handys nicht mehr loswerden und Pleite gehen.</p>
<p>Dann ginge sofort derselbe Vorwurf los, der auch jetzt erhoben wird: Managementfehler, verfehlte staatliche Subventions- und Strukturpolitik. IG-Metall-Chef Huber wirft dem Management vor, es würde &#8220;aberwitzige&#8221; Renditen fordern. Renditen sind allerdings weder witzig noch aberwitzig, sondern haben grundsätzlich auf Dauer so hoch wie möglich zu sein. Und wenn bei Beachtung dieses Grundsatzes eine Firma zu dem Schluss kommt, lieber in Deutschland als in Rumänien produzieren zu lassen, dann ist ja auch die Welt wieder völlig in Ordnung. Dann dürfen eben die Rumänen eine ergreifende Demo machen und Sprüche klopfen.</p>
<p>Details hier:</p>
<p><a href="http://de.reuters.com/article/topNews/idDESCH25890420080122" rel="nofollow">http://de.reuters.com/article/topNews/idDESCH25890420080122</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: urban</title>
		<link>http://www.urbans-blog.de/2008/01/19/nokia-verlasst-bochum-krokodilstranen-und-doppelmoral/comment-page-1/#comment-16</link>
		<dc:creator>urban</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jan 2008 16:39:34 +0000</pubDate>
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		<description>Was bedeutet also &quot;sozial&quot;? - So wie das Wort im Zusammenhang mit der Marktwirtschaft (MW) gerne benutzt wird, impliziert es so viel wie: &quot;menschenfreundlich&quot;. Und eine Marktwirtschaft ist nach meiner Wahrnehmung eigentlich immer nur zu einer bestimmten und eher kleinen Gruppe von Menschen &quot;freundlich&quot;.
Im strengen Sinne allerdings bedeutet &quot;sozial&quot; wohl nichts anderes als &quot;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Sozial&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;wechselseitige Bezüge als eine Grundbedingtheit des Zusammenlebens&lt;/a&gt;&quot;. Und das ist wertfrei und somit durchaus auch auf die MW zutreffend.
Mir geht es darum, darüber nachzudenken, ob der Nokia-Fall nicht ein ganz normales Ereignis in der Logik der MW ist, bei dem es wenig Sinn macht, es als &quot;verwerflich&quot; etc. zu bewerten. Stattdessen sollte vielleicht eher über die Mechanismen nachgedacht werden, die zwangsläufig zu solchen Ereignissen führen - und darüber, ob diese Mechanismen schicksalhaft und / oder unumstößlich sind oder ob es ggf. Alternativen dazu gibt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was bedeutet also &#8220;sozial&#8221;? &#8211; So wie das Wort im Zusammenhang mit der Marktwirtschaft (MW) gerne benutzt wird, impliziert es so viel wie: &#8220;menschenfreundlich&#8221;. Und eine Marktwirtschaft ist nach meiner Wahrnehmung eigentlich immer nur zu einer bestimmten und eher kleinen Gruppe von Menschen &#8220;freundlich&#8221;.<br />
Im strengen Sinne allerdings bedeutet &#8220;sozial&#8221; wohl nichts anderes als &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sozial" rel="nofollow">wechselseitige Bezüge als eine Grundbedingtheit des Zusammenlebens</a>&#8220;. Und das ist wertfrei und somit durchaus auch auf die MW zutreffend.<br />
Mir geht es darum, darüber nachzudenken, ob der Nokia-Fall nicht ein ganz normales Ereignis in der Logik der MW ist, bei dem es wenig Sinn macht, es als &#8220;verwerflich&#8221; etc. zu bewerten. Stattdessen sollte vielleicht eher über die Mechanismen nachgedacht werden, die zwangsläufig zu solchen Ereignissen führen &#8211; und darüber, ob diese Mechanismen schicksalhaft und / oder unumstößlich sind oder ob es ggf. Alternativen dazu gibt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Fritz</title>
		<link>http://www.urbans-blog.de/2008/01/19/nokia-verlasst-bochum-krokodilstranen-und-doppelmoral/comment-page-1/#comment-15</link>
		<dc:creator>Fritz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jan 2008 16:08:09 +0000</pubDate>
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		<description>Urban schrieb am 19. 1. 2008:

Zitat: &quot;Verabschieden wir uns doch endlich von der Illusion, als gäbe es eine “soziale” Marktwirtschaft. Die gab es nie und die wird es im Zeitalter der Globalisierung erst recht nicht geben.&quot;

Ich würde das etwas anders sagen, evtl. sogar anders sehen. Ich will von den Anführungsstrichen um das Wort sozial weg. Deshalb lege ich Wert auf die Feststellung, dass die moderne Marktwirtschaft und auch schon die im 20. Jahrhundert sozial war und ist. Es gibt ein ausgeklügeltes Krankenversicherungswesen, in Altersrentenkassen wird mächtig eingezahlt und es werden auch tatsächlich Renten ausbezahlt, bei Arbeitslosigkeit, Unfall, Berufsunfähigkeit fließen Gelder an die Betroffenen, bei erheblicher Bedürftigkeit gibt es Unterstützung. Es wäre wenig sachdienlich, dies zu leugnen oder nicht den korrekten Begriff Sozialstaat zu verwenden.

Genauso wenig sachdienlich wäre es allerdings, zu leugnen, dass das Leben in Abhängigkeit von den Sozialstaatsleistungen irgendwo zwischen dürftig und mühselig bis hin zu schlichtweg beschissen liegt. Auch das ist noch keine so ganz neue Feststellung. Zu klären wäre allerdings, warum das Soziale regelmäßig so wenig zufriedenstellend für die darauf Angewiesenen ist. Die gängige Antwort ist die, dass die Sozialleistungen eben auch erst erbracht werden wollen. Das Einsammeln von Geld für die verschiedenen Kassen und die zuständigen Posten des Staatshaushaltes stoße an Schranken, die nicht ignoriert werden könnten.

Für Menschen, die sich selbst gerne als links oder volksfreundlich sehen, ist das dann regelmäßig Anlass, zu beklagen, dass ZU WENIG für die Bedürftigen getan werde und dies vom moralischen Standpunkt beklagenswert sei. Darin treffen sich engagierte Christen mit linken Gewerkschaftlern und den jeweiligen Sozialflügeln der großen Parteien. Auch die neue Linkspartei insgesamt verspricht hier stärkeres Engagement und die faschistischen Volksgenossen wissen ebenfalls, dass der anständige Arme mehr verdient, als er tatsächlich verdient.

Preisfrage: Geht es also um mehr Einsatz für die Empfänger von Transferleistungen, wie die modernen Almosen genannt zu werden pflegen, geht es um originelle Vorschläge auf diesem Gebiet und machtvolle moralische Anklagen?

Ich breche hier für jetzt ab und warte, ob überhaupt und welche Reaktionen kommen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Urban schrieb am 19. 1. 2008:</p>
<p>Zitat: &#8220;Verabschieden wir uns doch endlich von der Illusion, als gäbe es eine “soziale” Marktwirtschaft. Die gab es nie und die wird es im Zeitalter der Globalisierung erst recht nicht geben.&#8221;</p>
<p>Ich würde das etwas anders sagen, evtl. sogar anders sehen. Ich will von den Anführungsstrichen um das Wort sozial weg. Deshalb lege ich Wert auf die Feststellung, dass die moderne Marktwirtschaft und auch schon die im 20. Jahrhundert sozial war und ist. Es gibt ein ausgeklügeltes Krankenversicherungswesen, in Altersrentenkassen wird mächtig eingezahlt und es werden auch tatsächlich Renten ausbezahlt, bei Arbeitslosigkeit, Unfall, Berufsunfähigkeit fließen Gelder an die Betroffenen, bei erheblicher Bedürftigkeit gibt es Unterstützung. Es wäre wenig sachdienlich, dies zu leugnen oder nicht den korrekten Begriff Sozialstaat zu verwenden.</p>
<p>Genauso wenig sachdienlich wäre es allerdings, zu leugnen, dass das Leben in Abhängigkeit von den Sozialstaatsleistungen irgendwo zwischen dürftig und mühselig bis hin zu schlichtweg beschissen liegt. Auch das ist noch keine so ganz neue Feststellung. Zu klären wäre allerdings, warum das Soziale regelmäßig so wenig zufriedenstellend für die darauf Angewiesenen ist. Die gängige Antwort ist die, dass die Sozialleistungen eben auch erst erbracht werden wollen. Das Einsammeln von Geld für die verschiedenen Kassen und die zuständigen Posten des Staatshaushaltes stoße an Schranken, die nicht ignoriert werden könnten.</p>
<p>Für Menschen, die sich selbst gerne als links oder volksfreundlich sehen, ist das dann regelmäßig Anlass, zu beklagen, dass ZU WENIG für die Bedürftigen getan werde und dies vom moralischen Standpunkt beklagenswert sei. Darin treffen sich engagierte Christen mit linken Gewerkschaftlern und den jeweiligen Sozialflügeln der großen Parteien. Auch die neue Linkspartei insgesamt verspricht hier stärkeres Engagement und die faschistischen Volksgenossen wissen ebenfalls, dass der anständige Arme mehr verdient, als er tatsächlich verdient.</p>
<p>Preisfrage: Geht es also um mehr Einsatz für die Empfänger von Transferleistungen, wie die modernen Almosen genannt zu werden pflegen, geht es um originelle Vorschläge auf diesem Gebiet und machtvolle moralische Anklagen?</p>
<p>Ich breche hier für jetzt ab und warte, ob überhaupt und welche Reaktionen kommen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: urban</title>
		<link>http://www.urbans-blog.de/2008/01/19/nokia-verlasst-bochum-krokodilstranen-und-doppelmoral/comment-page-1/#comment-14</link>
		<dc:creator>urban</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jan 2008 15:03:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.was-mich-betrifft.de/2008/01/19/nokia-verlasst-bochum-krokodilstranen-und-doppelmoral/#comment-14</guid>
		<description>Hallo Thomas,

tja - dieses berühmt-berüchtigte &quot;System&quot;, das für so vieles die Ursache bildet - das wird man mal genauer unter die Lupe nehmen müssen - und das wird auf Dauer hier sicher immer wieder mal passieren. Von daher: Bleiben Sie dran! ;)

Du hattest den Kommentar 2 x gepostet - ich hab mir erlaubt ihn in der anderen Kategorie zu löschen, weil er ja hier viel besser hin passt.
Gruß, urban</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Thomas,</p>
<p>tja &#8211; dieses berühmt-berüchtigte &#8220;System&#8221;, das für so vieles die Ursache bildet &#8211; das wird man mal genauer unter die Lupe nehmen müssen &#8211; und das wird auf Dauer hier sicher immer wieder mal passieren. Von daher: Bleiben Sie dran! <img src='http://www.urbans-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Du hattest den Kommentar 2 x gepostet &#8211; ich hab mir erlaubt ihn in der anderen Kategorie zu löschen, weil er ja hier viel besser hin passt.<br />
Gruß, urban</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Thomas</title>
		<link>http://www.urbans-blog.de/2008/01/19/nokia-verlasst-bochum-krokodilstranen-und-doppelmoral/comment-page-1/#comment-13</link>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jan 2008 14:45:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.was-mich-betrifft.de/2008/01/19/nokia-verlasst-bochum-krokodilstranen-und-doppelmoral/#comment-13</guid>
		<description>Hallo Urban,
hab heute deinen Blogbeitrag bei O.Beil gelesen und dachte mal guck doch mal genauer hin 
Die Sache mit Nokia ging mir sehr nahe, war sogar wütend darüber, aber nicht so sehr der Arbeiter wegen, die nun bald arbeitslos werden, sondern wegen des Systems das die Ursache dafür bildet. Deinem Beitrag stimme ich in jedem Punkt zu.
Einerseits beklagt man sich über Arbeitsplatzverlust, zu gering bezahlte Jobs, Zuwanderer die für Billiglöhne arbeiten, Unternehmen die dahin auswandern wo man immer billiger produzieren kann und andererseits gilt hier die Mentalität “Geiz ist geil und wenn`s geht Preisschnäppchen wo nur möglich.”
Wann merken die Leute endlich, dass Sie sich durch dieses Verhalten selber der sicheren Arbeitsplätze berauben und die sinkenden Löhne auch auf ihr eigenes Verhalten beruhen ? Gut fände ich zu sagen, wenn man keine Produkte mehr kauft die nicht in erster Linie bei uns produziert werden. Aber ob das klappt ?

Gruß, Thomas</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Urban,<br />
hab heute deinen Blogbeitrag bei O.Beil gelesen und dachte mal guck doch mal genauer hin<br />
Die Sache mit Nokia ging mir sehr nahe, war sogar wütend darüber, aber nicht so sehr der Arbeiter wegen, die nun bald arbeitslos werden, sondern wegen des Systems das die Ursache dafür bildet. Deinem Beitrag stimme ich in jedem Punkt zu.<br />
Einerseits beklagt man sich über Arbeitsplatzverlust, zu gering bezahlte Jobs, Zuwanderer die für Billiglöhne arbeiten, Unternehmen die dahin auswandern wo man immer billiger produzieren kann und andererseits gilt hier die Mentalität “Geiz ist geil und wenn`s geht Preisschnäppchen wo nur möglich.”<br />
Wann merken die Leute endlich, dass Sie sich durch dieses Verhalten selber der sicheren Arbeitsplätze berauben und die sinkenden Löhne auch auf ihr eigenes Verhalten beruhen ? Gut fände ich zu sagen, wenn man keine Produkte mehr kauft die nicht in erster Linie bei uns produziert werden. Aber ob das klappt ?</p>
<p>Gruß, Thomas</p>
]]></content:encoded>
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