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Nachdem ich ja in letzter Zeit häufiger mal Fotos von meinen neuesten Brotkreationen auf Facebook gepostet hatte, werde ich immer häufiger nach einem guten Rezept für ein rustikales Roggenmischbrot gefragt, welches auch für Brotback-Anfänger machbar ist. Daher hier mal mein Standard-Rezept, welches ich benutze, wenn ich gerade einfach "schnell" mal ein Brot backen will.

Eine Vorbemerkung muss aber noch sein: Wie bei fast allem im Leben gilt auch beim Brotbacken: Übung macht den Meister. Meine ersten Brote waren zu hart, zu weich, zu fest, mit Mehleinschlüssen, Luftblasen, verbrannt ... Das ist normal. Und trotzdem haben die meisten der anfangs etwas verunglückten Brote eigentlich immer sehr lecker geschmeckt! Also lass dich nicht entmutigen, wenn es am Anfang nicht sofort perfekt wird.

Und noch eine Vorbemerkung muss ein: Am meisten gelernt habe ich aus diesem Blog hier: https://www.ploetzblog.de . Unbestritten das beste Brotback-Blog im deutschsprachigen Bereich - mit vielen Tipps und Rezepten. Unbedingte Leseempfehlung für alle, die das Brotbacken zu einem dauerhaften Hobby machen wollen!

Nun aber zum Rezept:

Sauerteig herstellen

Als erstes musst du mal Sauerteig herstellen. Das dauert 4 Tage - du musst also ein bisschen planen. Dafür ist die Herstellung aber kinderleicht und braucht nicht viel Arbeit.

  1. Tag: 100g Roggenmehl und 100g Wasser in einer Schüssel verrühren. Anschließend mit einem Geschirrtuch o. Ä. abdecken und bei Zimmertermperatur 24 Std. stehenlassen.
  2. Tag: Zu der Mischung noch mal 100g Wasser und 100g Roggenmehl dazugeben und alles gut verrühren. Und wieder 24 Std. abgedeckt stehenlassen.
  3. Tag: 200 g Roggenmehl und 200g Wasser dazugeben, verrühren und noch mal 24 Std. abgedeckt stehenlassen.

Am 4. Tag ist dein Sauerteig fertig. Du kannst jetzt 200g davon abnehmen, in eine verschließbare kleine Schüssel füllen und ab damit in den Kühlschrank. Mit den restlichen 600g Teig geht's dann gleich weiter (Abschnitt: Das Brot backen).

Die 200g im Kühlschrank sind deine Basis für den nächsten Sauerteig. Denn daraus kannst du innerhalb von 24 Std. wieder neuen Sauerteig herstellen, indem du 300g Roggenmehl und 300g Wasser hinzufügst, das Ganze verrührst und wieder 24 Std. abgedeckt bei Zimmertemperatur stehenlässt. Dieser Vorgang lässt sich über Monate hinweg wiederholen. Irgendwann wird der Sauerteig dann zu sauer, so dass du vermutlich neuen ansetzen möchtest.

 

Das Brot backen

Du hast jetzt 600g Sauerteig in deiner Schüssel. Dazu gibst du nun folgende weitere Zutaten:

  • 300g Weizenmehl
  • 300g Wasser
  • 10g Frischhefe
  • 15-20g Salz (nach Geschmack)
  • evtl. etwas Brotgewürz (gibt's mittlerweile in fast jedem Supermarkt von Weber oder Seitenbacher)

Das war's schon. Du kannst natürlich noch ein paar Sonnenblumenkerne o. Ä. mitdazugeben. Ich nehme gerne ein Tütchen Salatkernmischung - das sind meist Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Pinienkerne etc. gemischt. Beim Brotgewürz bitte am Anfang vorsichtig sein. Das schmeckt recht intensiv und ist nicht jedermans Sache. Ich würde anfangs max. 10g zugeben.

Die ganze Masse nun ordentlich durchkneten. Wohl dem, der eine taugliche Küchenmaschine hat (ich möchte es nicht mehr ohne eine solche machen). Mit Küchenmaschine sollte der Teig ca. 10-15 min. durchgewalkt werden. Anschließend die Schüssel abgedeckt an einen Ort stellen, der nach Möglichkeit etwas wärmer ist als Zimmertemperatur (ca. 24°C). Dort mind. 1 Std. stehenlassen. Es schadet aber auch nicht, wenn der Teig 2 oder 3 Std. gart. Kann sein, dass er dann stark aufgeht und viele Luftblasen enthält - aber die werden eh gleich rausgeknetet.

Nun kommt die vorletzte Phase vor dem Backen: Du musst den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche durchkneten. Dafür gibt es jede Menge unterschiedlicher Techniken (die du alle im Ploetzblog nachlesen kannst - siehe oben). Ich finde die Falttechnik am einfachsten. Dazu drückt man den Teig etwas flach auseinander und dann faltet man den Teig so ähnlich wie man einen Geschäftsbrief faltet, also: unteres Drittel einklappen, oberes Drittel darüberfalten / -klappen - und anschließend dasselbe horizontal, also: linkes Drittel nach innen klappen, rechtes Drittel darüberklappen usw.

Lass dir Zeit dabei, versuche eins zu werden mit dem Teig ... - 😉 klingt komisch? ist aber so! 🙂 - Nein, ganz im ernst: diese Phase ist nach meiner bisherigen Erfahrung eine der wichtigsten Phasen beim Brotbacken. Hier kannst du alles gewinnen - oder auch alles versemmeln. Ob der Teig geschmeidig bleibt / wird - ob du Luft- oder Mehleinschlüsse hast - all das entscheidet sich jetzt. Und dieses Kneten / Falten / Ausstoßen ist die Phase, wo Übung einfach alles ist. Das wird am Anfang nicht so gut klappen, aber schon nach dem 3. oder 4. Brot wirst du an dieser Stelle deutliche Fortschritte machen!

Noch schwieriger als das Kneten / Falten finde ich den letzten Schritt dieses Vorgangs: das Ausstoßen und das "dem-Teig-seine-endgültige-Form-geben". Meine ersten Brote sind beim Backen in alle Richtungen aufgebrochen und sahen aus, wie nach einer Bombenexplosion. Das hängt eben viel davon ab, ob man es schafft, dem Teig am Ende eine Form zu geben, die möglichst keine Risse hat, nicht zu feucht, nicht zu trocken ist uvm. - Auch hier gilt: ausprobieren und üben. Wird schon! 🙂
Wichtiger Tipp: Ein Gärkörbchen kann helfen. Und noch was: der sog. "Abschluss" (das ist die Naht, wo die Teigenden beim Falten bzw. Ausstoßen zusammenkommen) liegt beim Backen (fast) immer unten. Das heißt: wenn du ein Gärkörbchen benutzt, dann kommt der Teig mit dem Abschluss nach oben in das Körbchen, weil dieses ja nach der Schlussgare auf ein Backblech gestürzt wird.
Wer kein Gärkörbchen zur Verfügung hat, sollte am Anfang eine Kuchen-/Kastenform benutzen. Das macht Vieles einfacher. Die Form einfach vorher kurz mit etwas Küchenpapier und Olivenöl einfetten und den Teig dann einfüllen.

Der Teig des hier beschriebenen Roggenmischbrotes sollte übrigens eine relativ feste Konsistenz haben. Nicht so, dass man damit Scheiben einwerfen kann, aber er sollte eben auch nicht auseinanderfließen. Irgendwo so in der Mitte halt. Auch wieder so ein Ding, was mit der Erfahrung und Übung von Mal zu Mal besser gelingt.
Zu dem ganzen Bereich des Knetens / Faltens / Ausstoßens kann ich nur noch einmal das schon erwähnte Ploetzblog empfehlen! Vieles ist dort wunderbar beschrieben und bebildert.

So - nun kommt der fertig geformte Teig (oder eben die Kuchenform) nochmal abgedeckt an einen warmen Ort (erneut ca. 24°C) und sollte dort noch mal 1 Std. gehen bzw. garen (die sog. "Stückgare"). In der Zwischenzeit den Backofen auf 240-250°C vorwärmen und schon mal den Wasserkocher anwerfen (mit ca. 1/2 Liter Wasser). Im Backofen direkt auf den  Boden ein tiefes Backblech stellen (Fettpfanne). Noch kein Wasser einfüllen.

Wer mag, kann an dieser Stelle die Oberfläche des Brotes mit ein wenig Wasser einpinseln und dann z. B. etwas Mohn oder Sesam oder Sonneblumenkerne drüberstreuen.

Nach 1 Std. und wenn der Backofen seine Höchsttemperatur erreicht hat, dann das Brot entweder auf ein leicht bemehltes (und am besten mit Backpapier ausgelegtes) Blech stürzen, mit einem scharfen Messer die Oberfläche längs oder quer leicht einschneiden - hier wird das Brot (vermutlich 😉 ) aufbrechen - und dieses auf mittlerer Höhe in den Ofen schieben -  oder halt die Kuchenform mit dem Teig auf ein Rost auf mittlerer Höhe in den Backofen schieben. Sofort anschließend mit Topflappen die Fettpfanne (unterstes Blech) ein wenig rausziehen und mit dem heißen Wasser füllen. VORSICHT! Die ersten Tropfen können spritzen, also vor allem das Gesicht etc. in sicherem Abstand halten! Ofen schließen und Temperatur auf 210-220°C absenken.

Nach 10 min. die Ofentür weit öffnen und allen restlichen Wasserdampf entweichen lassen. Ofen dann wieder schließen und weitere 30-40 min. warten. Die Zeitangabe hier ist so ungenau, weil ich das mittlerweile immer nach Gefühl und Anschauung mache. Ich verlasse mich nicht mehr auf Zeiten. Ich stelle mir in der Regel einen Wecker auf 30 min. und schaue mir das Brot dann zum ersten Mal genauer an, klopfe es ab ... etc. - auch hier gilt wieder: Erfahrung, Übung ... usw.
Ich habe anfangs mehrfach den Fehler gemacht, das Brot zu früh aus dem Ofen zu nehmen. Natürlich sollte das Brot nicht zu dunkel werden, aber eine kernige Kruste ist nicht so schlimm wie ein halbgares Brot. Bei einem Brot der hier vorgeschlagenen Größe (ca. 1.200 g) sind 50-60 min. Backzeit nötig. Hängt aber eben auch ein wenig davon ab, welche Form das Brot hat, wie dick die dickste Stelle ist, ob du eine Form benutzt etc. - WENN du eine Kuchenform benutzt, dann wäre mein Tipp: Hole das Brot nach ca. 40 min. aus dem Ofen und entferne die Form und schiebe das Brot dann noch einmal ohne Form für 10-15 min. in den Ofen. Ansonsten bekommst du ein Brot, welches oben eine schöne kernige Farbe hat, aber an den Ränden recht blass und weich wird.

Wenn du eine leicht knusprige Kruste haben möchtest, dann öffne in den letzten 10 min. den Ofen für einen Spalt (z. B. gefalteten Topflappen in die Tür einklemmen) und schalte ggf. noch die Umluft ein. (Ach ja - bitte das Brot nicht von Anfang mit Umluft backen - niemals!).

Wenn das Brot dann schließlich fertig ist, dann ist es noch längst nicht fertig! 😉 - Soll heißen: das Brot muss noch auskühlen und erhält dabei den letzten Grad der Gare. Das ist wichtig und es ist auch wichtig, dass in diesem Zeitraum die Kruste noch ganz bleibt - auch wenn du am liebsten sofort von dem warmen Brot kosten möchtest ... - Glaub mir - du wirst es zu schätzen wissen, wenn das Brot in Ruhe auskühlen kann - am besten auf einem luftigen Rost. Es sollte von allen Seiten Luft an das fertige Brot kommen können.
Damit du dennoch vorher schon kosten kannst, wäre mein Tipp: nimm vor dem Backen etwas Teig ab, forme ihn zu einer Kugel, die du mit auf's Backblech setzt und oben kreuzförmig einschneidest. Dann bekommst du - im wahrsten Sinne des Wortes - ein leckeres Brötchen, welches du gerne noch warm verspeisen kannst. Denke aber daran, das Brötchen etwas eher aus dem Ofen zu nehmen, als das größere Brot.

 

So - das soll es mal gewesen sein. Vielleicht werde ich hier in Zukunft noch das ein oder andere Rezept vorstellen - aber im Grunde ist das alles bereits in dem mehrfach erwähnten, hervorragenden Ploetzblog geschehen.
Viel Erfolg - und lasst es euch schmecken!!! 🙂

 

Performance - Performance - und noch mal: Performance!

Elf Jahre ist es nun her, dass mit PHP 5 etliche gravierende Neuerungen in PHP eingeführt wurden. Seitdem wurde viel diskutiert, war eine Version PHP 6 geplant, wurde verworfen - und nun ist es so weit: Seit Anfang Dezember liegt ein erstes Release PHP 7.0 vor. Das ist vor allem deswegen interessant, weil bei dieser Version performancerelevante Verbesserungen im Zentrum standen. Dafür wurden auf Basis des PHPNG-Branches unter der Haube tiefgreifende Änderungen durchgeführt.

Die ersten Benchmark-Berichte klingen vielversprechend:

  • 80 Prozent mehr Drupal-8-Requests pro Sekunde als PHP 5.6
  • 30 Prozent mehr Requests pro Sekunde als Facebooks HHVM 3.7
  • doppelt so viele Requests pro Sekunde bei WordPress 4.1.1 als PHP 5.6

Für Magento z. B. heißt das:

“With execution time more than twice as fast compared to PHP 5.6 and 30% lower memory consumption - servers running PHP 7 will be able to serve up to 3x as many requests as those running PHP 5.6.”

https___pages_zend_com_rs_zendtechnologies_images_PHP7-Performance_Infographic_pdf

(Quelle: https://pages.zend.com/rs/zendtechnologies/images/PHP7-Performance%20Infographic.pdf)

Weitere Zahlen zu Vorteilen bei der Verwendung von Magento, Drupal, WordPress, Laravel, Zend Framework etc. findet ihr hier: http://www.zend.com/en/resources/php7_infographic.

Bei ScaleCommerce werden wir in Kürze eigene Benchmarks mit echten Shop-Installationen durchführen und hier berichten.

 

Was ist neu an PHP 7?

Neben der umfassenden Performanceoptimierung gibt es auch zahlreiche Neuerungen, von denen hier nur einige exemplarisch genannt seien:

  • Unterstützung für Unicode mit UTF-8
  • Änderungen im Error-Handling (Exceptions statt Errors)
  • Vereinheitlichungen im Variablen-Handling
  • neue Operatoren (z. B. der ‘Drei-Wege-Vergleichsoperator’, ‘Spaceship-Operator’)
  • erweitertes Type-Hinting (z. B. auch für Rückgabewerte)
  • 64bit-Unterstützung für Windows
  • u.v.m.

 

Wer mehr über die neuen Funktionen und Features wissen möchte, kann hier eine entsprechende Auflistung finden: http://php.net/manual/de/migration70.new-features.php.

 

Was ist bei einer Migration zu beachten?

Wie immer bei Major Releases gibt es auch bei PHP 7 einige Punkte zu beachten, falls ihr eure Applikationen auf die neue PHP-Version migrieren möchtet:

  1. Entfernung von deprecated functions
    Eine vollständige Liste der deprecated Functions und Features, die in PHP 7 komplett entfernt wurden, findet ihr hier: https://wiki.php.net/rfc/remove_deprecated_functionality_in_php7.
    Fragt also bei den Herstellern eurer Software nach - oder sucht selbst im Code, ob eure Applikation ggf. irgendwo noch eine dieser veralteten Funktionen nutzt.

  2. Entfernung von veralteten / nicht mehr gepflegten Erweiterungen und SAPIs
    Auch dazu gibt es auf php.net eine entsprechende Liste: https://wiki.php.net/rfc/removal_of_dead_sapis_and_exts.
    Am bedeutendsten dürfte hier wohl die endgültige Entfernung der mysql-Extension sein. Viele ältere Anwendungen nutzen diese Extension direkt oder über einen Abstraktionslayer wie z. B. ADODB (so auch der OXID eShop). Im günstigsten Fall reicht es aus, den Treiber für den Abstraktionslayer von 'mysql' auf 'mysqli' umzustellen (vgl. https://github.com/ADOdb/ADOdb/blob/master/drivers/adodb-mysqli.inc.php).Wird kein Abstraktionslayer verwendet so wird es mit einigem Aufwand verbunden sein, alle Stellen im Code auf mysqli oder PDO umzustellen. Im OXID eShop allerdings reicht es, in der config.inc.php den Parameter $this->dbType von 'mysql' auf 'mysqli' zu ändern.
  3. Änderungen im Error-Handling
    Die Änderungen im Error-Handling gehören definitiv zu den großen Pluspunkten in PHP 7. Unter dem Strich kann man sagen, dass es in PHP 7 kaum noch Errors im üblichen Sinne gibt. An deren Stelle sind nun konsequent Exceptions getreten, die gefangen und sinnvoll verarbeitet werden können - und müssen (sofern man z. B. die Exceptions loggen möchte). Damit haben Entwickler hier nun endlich die schon lange gewünschte Flexibilität im Umgang mit erwarteten oder unerwarteten Fehlerfällen. Zu Details und zur Hierarchie der Exceptions siehe: http://php.net/manual/de/language.errors.php7.php.
  4. Änderungen im Variablen-Handling
    Diese Änderungen betreffen wesentlich einige komplexe und eher selten verwendete Konstrukte, wie z. B. die sog. „variablen Variablen“ (z. B. $$a oder $$foo['bar']). Die meisten von euch werden mit solch nerdigen Ausdrücken vermutlich wenig zu tun haben. Dennoch sei ein kurzer Blick in folgenden Artikel empfohlen, um zumindest zu wissen, worum es hier eigentlich geht: https://wiki.php.net/rfc/uniform_variable_syntax.

 

Fazit:

Bei ScaleCommerce liegt unser Fokus natürlich auf den Performanceverbesserungen von PHP 7. Diese werden wir in den nächsten Wochen im Detail und mit einigen echten Shop-Installationen verschiedener Hersteller testen – und euch die Ergebnisse natürlich mitteilen.
Es sieht aber alles danach aus, dass es unter Performancegesichtspunkten absolut Sinn macht, schnellstmöglich auf PHP 7 umzustellen. Sicherlich werden auch die diversen Softwarehersteller im Laufe der nächsten Wochen darüber informieren, ob und ab wann ihre jeweiligen Applikationen auch unter PHP 7 lauffähig sind. Shopware hat hier bereits grünes Licht gegeben: https://de.shopware.com/shopware-5-serie-die-neue-technik-und-php-7/.

Von OXID gab es m. W. bisher noch kein offizielles Statement zur Kompatibilität mit PHP 7. Für die aktuellen Versionen EE 5.2.5 und PE/CE 4.9.5 werden zur Zeit offenbar nur PHP 5.2, 5.3, 5.4, 5.5 und 5.6 unterstützt (vgl. https://www.oxid-esales.com/de/support-services/dokumentation-und-hilfe/oxid-eshop/releases/releases-2015/oxid-eshop-495525.html). Allerdings scheint es so, dass an den aktuellen OXID-Versionen nur kleinere Änderungen nötig sind, um diese auch für PHP 7 lauffähig zu machen (siehe dazu z. B.: https://github.com/OXID-eSales/oxideshop_ce/pull/247, https://www.zoks.net/kompatibilitat-von-oxid-shop-ce-und-php-7-0/).

Bei ScaleCommerce sind wir bereits dabei, diverse Shopsysteme zusammen mit PHP 7 zu testen. Die Ergebnisse werden wir wie schon erwähnt demnächst im Rahmen unseres Newsletters veröffentlichen. Für unsere Kunden bereiten wir die Umstellung auf PHP 7 bereits vor. Und natürlich sind wir bei Bedarf auch bei der Anpassung der Applikation behilflich, sofern diese noch nicht 100%ig PHP 7 tauglich sein sollte. Von daher: zögert nicht – seid ganz vorne mit dabei und zündet auch ihr den PHP 7 Turbo!

Andreas Ziethen
ScaleCommerce

Der Terroranschlag in Paris hat die meisten von uns betroffen gemacht. Viele fragen sich: Warum? Was geht in den Köpfen dieser Irren vor, die sich da selbst in die Luft jagen und haufenweise Unschuldige mit in den Tod reißen ... - Mehrfach habe ich in den letzten 2 Tagen auf Facebook und Twitter Äußerungen gelesen, die auf die ein oder andere Art und Weise zum Ausdruck brachten: "Ich will nicht, dass sowas passiert. Es macht mich traurig. Ich fühle mit den Angehörigen ..."

Viele sind geschockt, fühlen sich hilflos angesichts einer solchen Tat. Ich auch. - Jan Böhmermann hat viele der Gedanken, die mir und anderen in diesen Tagen durch den Kopf gehen, wie ich finde sehr treffend in 100 Fragen auf Facebook formuliert: https://www.facebook.com/jboehmermann/posts/1075651622467360.

Manch einer hat in dieser Situation spontan sein Facebook-Profilbild geändert und in den Farben der Trikolore gestaltet, um damit seine Anteilnahme auszudrücken. Und recht schnell tauchten dann auf Facebook auch die ersten kritischen Äußerungen bzgl. dieser Profilbilder auf. Etliche Male tauchte in meiner Timeline heute das Bild des Jungen auf, der triumphierend vor seinem Notebook sitzt und über dem Bild liegt der Text: "Profilbild geändert - Terrorproblem gelöst". Andere haben in eigenen Beiträgen mehr oder weniger heftig zum Ausdruck gebracht, dass sie diese Trikolore-Profilbilder als heuchlerisch empfinden, weil Paris damit so eine große Aufmerksamkeit bekomme, während z. B. der Anschlag in Beirut einen Tag vor Paris kaum wahrgenommen worden sei, obwohl auch dort Dutzende Mensch ihr Leben verloren und rund 200 z. T. schwer verletzt wurden.

Obwohl ich selbst mein Profilbild anlässlich des Pariser Anschlags nicht geändert habe, macht mir die Kritik an den Trikolore-Profilbildern große Bauchschmerzen. Niemand, der so sein Profilbild geändert hat, glaubt damit das Terrorproblem zu lösen. Das ist eine ziemlich blödsinnige Unterstellung, weshalb ich für diese Art der Kritik überhaupt kein Verständnis habe.
Der Vorwurf, dass hier EIN Ereignis unberechtigt eine größere Aufmerksamkeit bekomme als andere, die mindestens ebenso schlimm oder gar noch schlimmer seien, hat da schon etwas mehr Berechtigung. Ein Facebook-Beitrag zu diesem Thema hat auch mich nachdenklich gemacht:
https://www.facebook.com/charlotte.farhan/posts/10153670349070549.

Es stimmt schon: wollten wir unsere Anteilnahme "gerecht" verteilen, dann müssten wir wohl mindestens täglich - wenn  nicht sogar häufiger - unsere Profilbilder anpassen. Grausamkeiten gibt es genug. Aber nur weil man aktuell an einem Ereignis besonders Anteil nimmt, heißt das ja nicht, dass einem der Rest egal ist, oder? Wisst ihr Kritiker denn, was diejenigen, die jetzt ihr Profilbild vorübergehend ändern, ansonsten gegen die Grausamkeiten in unserer Welt unternehmen? Wieso macht ihr an dieser kleinen Geste sofort den Vorwurf fest, dass damit alle anderen Ungerechtigkeiten ignoriert würden? Wie ernst es jemand mit so einer Geste meint, kann und will ich nicht beurteilen. Aber mir ist jemand, der mit so einem Profilbild ein winziges kleines Zeichen setzt, immer noch lieber, als solche, denen Paris womöglich egal ist. Und dass ein Vorfall, der quasi "nebenan" passiert, Menschen eher betroffen macht, als ein Ereignis in weiter Ferne, das kann ich nachvollziehen. Viele von denen, die jetzt die Trikolore im Profilbild tragen, waren vermutlich schon mal in Paris, kennen vielleicht sogar Menschen, die dort leben.

Was ist so schwer daran, dieses kleine Zeichen einfach mal so stehen zu lassen, auch wenn man selbst das für sich so nicht tun möchte? Wenn ich zufällig einen schweren Verkehrsunfall miterlebe, geht mir das auch an die Nieren und ich fühle mit den Opfern und bringe das ggf. gegenüber meinen Freunden zum Ausdruck. Das bedeutet doch aber nicht, dass mir die Opfer aller sonstigen Unfälle egal sind. Ich möchte niemanden kritisieren oder gar verurteilen, der in diesen Tagen sein Profilbild ändert - ebenso wenig kritisiere ich jene, die es nicht tun.
Einige fragen: Was soll denn dieses Profilbild bringen? Was ändert es? - Ich frage: Was bringt es denn, sein Profilbild nicht zu ändern? Und vor allem: Was bringt denn bitte diese - z. T. recht harte - Kritik daran? Ich begreife diesen moralischen Zeigefinger nicht, der die Gefühle von anderen Menschen in Frage stellt und ihnen unterstellt, damit etwas falsch zu machen. Ich finde das überheblich.

Es gibt allerdings eine Sache in diesem Zusammenhang, die mich dann doch irritiert: Dass Facebook dafür nun nicht nur eine extra Funktion anbietet, sondern mir sogar proaktiv anbietet, mein Profilbild temporär zu ändern - DAS empfinde ich als ziemlich abartig. In der Vergangenheit gab es immer wieder mal Situationen und Ereignisse, in denen verschiedene Menschen auf sehr kreative Weise sich selbst passende Profilbilder angefertigt haben und damit ihre Anteilnahme oder ihr Engagement zum Ausdruck gebracht haben. Dieser kreative Akt, bei dem Menschen selbst aktiv werden, sich Gedanken machen und diese dann in eine - wenn auch noch so kleine - Tat umsetzen, drückt zumindest deutlich mehr aus, als die Benutzung einer vorgefertigten Facebook-Funktion. Das ist übrigens auch einer der Gründe, warum ich diese Funktion nicht genutzt habe.

Just my 2 cent.
Andy

 

Ich bin kürzlich auf ein sehr nützliches kleines Tool gestoßen, das ich auch auf facebook schon mal kurz erwähnt hatte, das ich aber hier noch einmal etwas ausführlicher vorstellen möchte, weil ich finde, dass es sich einfach lohnt.

Ich bin schon in der Vergangenheit bzgl. der Musik auf meinem iPhone nie wirklich mit iTunes klargekommen. Was iTunes unter "Synchronisieren" versteht hat sich mir bis heute nicht erschlossen. Außerdem nervte mich schon immer, dass jedes Gerät immer nur mit einer iTunes-Bibliothek verknüpft sein kann.

So richtig genervt bin ich aber seit dem letzten iTunes-Update! Denn zumindest auf meinen Windows-Rechnern ist iTunes seitdem unglaublich träge geworden, friert auch gerne mal ein und ist kaum noch in der Lage, meine recht umfangreiche Musiksammlung komfortabel zu verwalten. Damit wollte ich mich nicht einfach abfinden und habe mich auf die Suche nach einem Tool gemacht, mit dem ich schnell, einfach und intuitiv meine diversen Apple-Geräte mit Musik nach meinem Wünschen versorgen kann. Wichtig war mir dabei auch, dass ich ohne Jailbreak auskomme. Denn ich habe auch keine Lust stundenlang an meinem iPhone oder iPad rumzukonfigurieren - oder womöglich bei Apple-Updates plötzlich vor irgendwelchen Problemen zu stehen.

Also suchte ich - und wurde fündig: "CopyTrans Manager" heißt die kostenlose Software, die ich nun benutze - und die exakt das tut, was ich immer wollte - und wozu iTunes nicht oder nur über Umwege in der Lage ist.

Beim Download der Software ist darauf zu achten, dass man wirklich CopyTrans Manager herunterlädt - und nicht etwa CopyTrans. CopyTrans ist zwar auch recht nützlich, kostet aber Geld und taugt nicht zum Bestücken von iPhone, iPod oder iPad.

Ein großer Vorteil von CopyTrans Manager: Es muss nicht installiert werden, sondern läuft als Standalone *.exe - kann somit auch auf einem USB-Stick überall mit hingenommen werden (wenn man z. B. mal dezentrale Sicherheitskopien der eigenen Songs bei Freunden auf's iPhone laden möchte ...).

Ist die exe gestartet und das iPhone (oder der iPod oder das iPad) angeschlossen, so erscheint ein sehr übersichtliches Explorer-Fenster, in dem man sofort sämtliche Musikstücke sieht, die sich aktuell auf dem angeschlossenen Gerät befinden. Im großen Hauptfenster erscheinen alle Musikstücke. In den drei darüberliegenden kleinen Fenstern kann man nach Genre, Künstler oder Album filtern.
Links neben dem Hauptfenster erscheinen alle Playlisten, die sich aktuell auf dem Gerät befinden.

Die Bedienung ist zu 100% intuitiv und erfolgt im Wesentlichen per Drag & Drop. Also einfach ein neues Fenster mit den Musikverzeichnissen der Festplatte öffnen, Dateien auswählen und in das große Fenster von CopyTrans Manager ziehen. Anschließend kann dort die Songs dann nach Titel, Künstler, Album, Erscheinungsjahr, Bewertung, Dauer, Anzahl der Abspielungen oder auch nach dem Datum der letzten Abspielung sortieren. Links im Playlistenfenster kann man bestehende Playlisten löschen, neue anlegen - und natürlich per Drag & Drop Songs aus dem Hauptfenster auf eine Playlist ziehen.

Und selbstverständlich kommt CopyTrans Manager auch mit einem eigenen Player, so dass man per Doppelklick im Hauptfenster die einzelnen Songs auch auf dem Rechner abspielen kann. Auch das Editieren von Songs ist möglich, falls man mal die ID 3 Tags korrigieren oder vervollständigen möchte.

Ist man mit der Song-Schubserei fertig, dann genügt ein Klick auf den "Update"-Button am oberen Rand Programmfensters und schon schaufelt CopyTrans Manager die neu strukturierte Musiksammlung fleißig auf das angeschlossene Gerät.

Einfacher geht's eigentlich nicht! Und die teilweise schwachsinnigen Beschränkungen von iTunes gehören somit für immer der Vergangenheit an.

Hier hat die in der Schweiz ansässige Winsolutions AG ein hervorragendes kleines Stück Software programmiert. Und auch die anderen unter http://www.copytrans.com angebotenen Helferlein klingen z. T. extrem nützlich - sind aber überwiegend kostenpflichtig.

Datum Distanz Ø Pace Zeit Zeit hochgerechnet
Ziel 21,1 km 7:82 2:45 h --
19.03.2012 6,46 km 8:01 0:52 h 2:49 h
23.03.2012 9,67 km 7:28 1:12 h 2:34 h
01.05.2012 6,46 km 8:07 0:52 h 2:50 h

Nach einer mehr als 4-wöchigen Pause habe ich heute endlich mal wieder den Phoenixsee umrundet. Die Pause war hauptsächlich dadurch verursacht, dass ich nach meinem letzten Lauf (3 Runden) erhebliche Rückenprobleme bekam. Ich bin nicht ganz sicher, ob die nur durch das Laufen verursacht wurden - es mag sein, dass auch das Tragen eines nicht ganz leichten Rucksacks dazu beigetragen hatte. Fakt war jedenfalls, dass ich gute 2 Wochen doch erhebliche Schmerzen hatte und dass anschließend dann auch mein linkes Knie noch ein paar Probleme machte.

Vielleicht waren die fast 10 km beim letzten Mal doch ein bißchen viel? Jedenfalls werde ich mich nun wieder langsam rantasten. Daher heute nur eine Runde gelaufen - und eine Runde stramm gegangen. - Mit der Laufpause ging auch eine Pause beim Nicht-Rauchen einher. Und auch das habe ich heute morgen deutlich gespürt. Ich werde daher ab jetzt wieder versuchen, das Rauchen nach und nach wieder runterzufahren - und ich bin mir ziemlich sicher, dass das einfacher fällt, wenn ich auch wieder regelmäßig laufe.

In Kürze wird es berufliche Veränderungen geben, die für mich eine große Herausforderung bedeuten, auf die ich mich sehr freue. Da passt es ganz gut, jetzt auch das Lauftraining wieder aufzunehmen, denn dass die körperliche Fitness Hand in Hand geht mit der geistigen Leistungsfähigkeit, dass habe ich in den letzten Wochen und Monaten doch mehrfach deutlich gespürt.

Ende Mai möchte ich wieder bei den 3 Runden ankommen. Danach wäre dann das Ziel, jeden Monat eine Runde zuzulegen. Somit sollte ich dann Ende August / Anfang September erstmals die für den Halbmarathon nötige Distanz bewältigen. Mitte September ist dann eine ca. 550 km lange Radtour geplant - am Rhein entlang von Rüdesheim nach Rotterdam. Das wäre quasi mein Abschlusstraining, nach dem ich mir dann eine Ruhepause bis zum Köln-Marathon gönnen würde. Soweit der Plan. Mal sehen, was draus wird.

2 Runden Phoenixsee am 01. Mai

Bei einigen hat es sich ja bereits rumgesprochen - hier nun also auch noch einmal offiziell: Ich habe zum 31.03.2012 meinen Job bei digital guru (GREYHOUND) gekündigt. Stattdessen werde ich nun unter dem allseits bekannten Namen "anzido" in die Fertigung und den Versand von iPhone-Halterungen für Modellautos einsteigen.

Die Resonanz auf ein bereits im Dezember veröffentlichtes Video war so groß und ich erhielt dermaßen viele Anfragen und Aufträge zur Herstellung solcher iPhone-Halterungen, dass ich mich nun entschlossen habe, die Herstellung und den Vertrieb solcher Produkte hauptberuflich zu betreiben. Hier noch einmal das genannte Video:

Zahlreiche Emails, die ich in den Wochen nach der Veröffentlichung des Videos erhielt, machten mir Mut, die Konstruktion noch weiter zu verfeinern und dabei konsequent leicht verfügbare Materialien zu verwenden. Zwei weitere Prototypen, die ich im Januar im Rahmen von regionalen Meisterschaftsläufen testen konnte, fanden ebenfalls großen Anklang und werden in Kürze in Serie gehen.

Die Halterungen werden dann in in vorgefertigten Einzelteilen ausgeliefert, wobei jeder Lieferung ein Montage-Video beiliegen wird. Auf Wunsch werden die Produkte aber auch vormontiert geliefert. Gegen einen geringen Aufpreis (< EUR 1.000,-) kann auch das komplette Fahrzeug eingeschickt werden. Es wird dann fix und fertig montiert wieder zurückgeschickt.

iPhone Halterung für RC Helikopter
iPhone Halterung für RC Helikopter

Auch ein neues Projekt ist bereits in Vorbereitung: Die iPhone-Halterung wird es demnächst auch für RC Helikopter geben! Ein erster Prototyp ist bereits im Einsatz, zeigt aktuell aber noch kleinere Probleme bzgl. der Trimmung.

 

Da ich mich in den letzten Monaten bereits sehr an die Homeoffice-Tätigkeit gewöhnt hatte, kommt es mir sehr entgegen, dass ich die Fertigung der iPhone Halterungen für die RC-Buggys und -Helikopter nun auch sehr einfach von zuhause aus betreiben kann.

Allen, die mich in den letzten Wochen und Monaten zu diesem Schritt ermutigt haben, sei an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt!

Heute genau vor 12 Jahren hatte ich mich in die Selbständigkeit gestürzt und es ist ein schöner Zufall, dass ich nun genau heute - am 01. April 2012 - erneut in spannende neue Dimensionen aufbrechen darf! 🙂

YEAH! – Fortschritte!

Datum Distanz Ø Pace Zeit Zeit hochgerechnet
Ziel 21,1 km 7:82 2:45 h --
19.03.2012 6,46 km 8:01 0:52 h 2:49 h
23.03.2012 9,67 km 7:28 1:12 h 2:34 h

Also abgesehen davon, dass mein Leben im Moment ja sowieso recht spannend verläuft, war heute Morgen ein kleines Highlight zu verzeichnen: Ich habe erstmals die 3 - in Worten: DREI - Runden um den Phoenixsee geschafft! 🙂

Das bedeutet, dass ich nun schon fast die halbe Distanz gelaufen bin, die für den Halbmarathon nötig sein wird. Und das in einer Zeit, die hochgerechnet voll im Limit wäre. Das war ein guter Start in den Tag heute!

Der Verlauf war ganz interessant: Die ersten 400 m sind bei mir meist von Euphorie geprägt - ich fühlte mich gut und dachte: okay - 2 Runden schaffst du heute endlich mal wieder am Stück.
So ab 500 m meldete der Körper dann zurück: Ey - was soll denn schon wieder diese Plackerei hier, hä?! ... und  mir wurde klar: na ja ... also EINE Runde will ich auf jeden Fall schaffen - und dann sehen wir mal weiter.

So im letzten Drittel der ersten Runde spürte ich dann aber, dass ich einen guten Rhythmus hatte und dass ich definitiv noch die zweite Runde angehen würde. Miniumziel war die 5 km-Marke. Diese wiederum habe ich dann gar nicht richtig wahrgenommen, weil ich zu dem Zeitpunkt gedanklich ganz woanders war ... - als ich dann wieder auf meinen Garmin schaute, war ich schon kurz vor der 6 km-Marke - und mir ging's noch immer ganz ordentlich.

Von da an war klar, dass ich heute 2 Runden durchlaufen würde. Und als das Ziel (bei ca. 6,4 km)  näher rückte, dachte ich mir: okay - lauf halt einfach mal weiter, wenigstens die 7 km noch voll machen. Also nochmals den Lap-Knopf am Garmin gedrückt und weitergelaufen.

Bei der 7 km-Marke hatte ich dann das Gefühl: okay - du bist zwar ziemlich erschöpft, aber laufen geht trotzdem noch -  und irgendwie wird's grad auch nicht schlimmer. Also mal schauen, wie weit es noch reicht. Neben der 8 km-Marke visierte ich dann auch noch die 60 min.-Marke an. EINE GANZE Stunde laufen - das hab ich zuletzt vor über 20 Jahren gemacht! Die Erwartung dieses Zieles alleine jagte mir dann wohl die Endorphine ins Blut, die dann dazu beigetragen haben, dass ich bei 8,5 km dachte: Hey - den EINEN Kilometer - den schaffst du doch jetzt auch noch!!

Gedacht - getan. 🙂 Und ob ihr's glaubt oder nicht: als ich in der dritten Runde auf die Ziellinie zulief, schoss kurz der Gedanke durch meinen Kopf: Soll ich noch eine vierte Runde angehen? - Aber im selben Augenblick spürte ich, wie meine Waden- und Oberschenkelmuskeln rebellierten und mir deutlich zu verstehen gaben: Es reicht für heute!!

Na ja - und da ich ja auch aufpassen muss, dass die Knieprobleme nicht wieder aufleben, hab ich dann mal Schluss gemacht. - Ich war ziemlich erschöpft, aber:

ES WAR SOOOO COOL!!! 🙂

Fast ein bißchen schade, dass ich aufhören musste. Und genau DA wollte ich hin - zu diesem Punkt, wo ich spüre: Nicht mehr ICH laufe - sondern ES läuft MICH! Ich kenne das Gefühl von früher und ich freue mich tierisch, dass es nun wieder da ist und dass es immer noch so megamäßig Spaß bringt!

Seit heute bin ich mir sicher, dass ich den Halbmarathon im Herbst schaffen werde. Und interessanterweise gehen gerade auch um mich herum Entwicklungen los, die nur Spaß machen. Herausforderungen, die es anzunehmen und zu meisten gilt. Das Gefühl, LEBENDIG zu sein! 🙂

Ab morgen bin ich dann mal ne Woche auf Malle. Bißchen ausruhen vor den nächsten spannenden Herausforderungen. Auch auf Malle werde ich ein wenig laufen - und davon berichten. Bis dann!

Der heutige Lauf bei Garmin

Training wieder aufgenommen

Datum Distanz Ø Pace Zeit Zeit hochgerechnet
Ziel 21,1 km 7,82 2:45 h --
19.03.2012 6,46 km 8,01 0:52 h 2:49 h

Heute morgen endlich mal wieder eine Runde am Stück gelaufen - und die zweite auch laufend angefangen und abgeschlossen - dazwischen eine längere Gehpause. Zwar hänge ich noch immer meinem eigentlich für März gesteckten Ziel hinterher (3 Runden am Stück) - aber heute morgen war zu merken, dass die Power wieder zurückkommt! Details des heutigen Laufes gibt es hier:

2 Runden Phoenixsee am 19.03.2012.

Die Reduktion des Zigarettenkonsums klappt weiterhin recht gut. Letzte Woche von Mo - Do gar nicht geraucht, von Freitag bis Sonntag insgesamt 7 Zigaretten. Gewicht zur Zeit 91 kg.

Immer noch Pause

Da ich zur Zeit immer noch mit dem Training pausiere - wegen Erkältung - hier nur mal kurz ein paar Notizen zwischendurch:
Vergangenen Montag bin ich Laufen gewesen, habe aber nicht mal eine Runde geschafft. Nach einer guten halben Runde ging mir die Puste aus, was ich auf Husten und Schnupfen schiebe, die sich leider noch immer nicht komplett verzogen haben. 🙁

Das gute an der Erkältung ist und bleibt aber, dass erkältet die Zigaretten nicht schmecken. Und so bin ich nun bereits seit über einer Woche "clean" (mit einer kleinen Ausnahme am vergangenen Samstag - aber die zähle ich einfach nicht mit). Und das gibt mir nun auch genug Ansporn, mindestens bis zum nächsten richtigen Training weiterhin ohne Zigarette auszukommen - und wohl auch bis zum übernächsten. Ich möchte einfach mal den Vergleich haben, ob das Nicht-Rauchen sich nun beim Laufen wirklich bemerkbar macht. Wenn ja - dann ist eh klar, dass bis zum Marathon nicht mehr geraucht wird. Was dann danach kommt, schauen wir dann. - Wenn nein, dann werde ich dennoch versuchen, so lange wir möglich ohne die Glimmstengel auszukommen.

Aber wie schon in der Vergangenheit werde ich keinen Krampf draus machen mit dem Rauchen bzw. Nicht-Rauchen. Wenn Alkohol ins Spiel kommt, fällt es mir am schwersten. Und wenn man mit guten Freunden zusammenhockt und mal ein paar Gläschen trinkt (was ja nicht sooo oft vorkommt), dann würde ich mir durchaus erlauben, auch mal die ein oder andere Zigarette zu rauchen. Aber schau'ma mal ...

Ich hoffe, dass ich körperlich so bald wie möglich wieder in die volle Belastung gehen kann, denn das Wetter macht ja aktuell wirklich Lust auf's Laufen! Heute hat's 17° C - für morgen sind 18° C angesagt. Also Arschlocherkältung: verpiss dich!

Zwangspause

Nur ganz kurz heute: Leider musste ich seit gestern jedes Training einstellen, da mich gerade eine mittelschwere Erkältung plagt. 🙁 Ärgert mich sehr, weil ich gehofft hatte, in dieser Woche noch die 2 Runden am Stück angehen zu können. Aber da ich grad nur am Röcheln und Schniefen bin, macht das absolut keinen Sinn. Ich schätze, dass ich frühestens nächste Woche Montag oder Dienstag wieder laufen gehen kann.

Ein Gutes hat die Erkältung aber doch: Zigarettenkonsum:
05. März: 4
06. März: 1
07. März: 0
08. März: mit Sicherheit auch 0

Ein unfreiwilliger aber willkommener Einstieg in den Ausstieg. Ich hab ja nach wie vor Probleme damit, mir mich als Nichtraucher vorzustellen. Das Päckchen Tabak ist irgenwie über die Jahrzehnte einfach ein Teil von mir geworden ... irgendwie ... - Aber die aktuelle Situation werde ich jetzt mal zum Anlass nehmen, die Kippen mindestens so lange sein zu lassen, bis ich die nächsten 2-3 Lauftrainings absolviert habe. Wenn ich dabei dann das Gefühl bekommen sollte, dass es sich ohne Rauchen wirklich besser läuft - dann dürfte das Thema durch sein. Schau'ma mal!

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